Lohnt sich der Nintendo Pop-Up Store im Ruhr Park Bochum?

Endlich ist es soweit: Der erste offizielle Nintendo Pop-Up Store in Deutschland hat am 19. März 2026 seine Türen geöffnet! Bis zum 11. April haben Fans im Westfield Ruhr Park in Bochum die Möglichkeit, teils exklusives Merchandise zu ergattern. Da ich mir dieses Event direkt vor der Haustür natürlich nicht entgehen lassen wollte, habe ich mir für Freitag direkt einen Tag frei genommen, ein Ticket für 12 Uhr gebucht und mich bei strahlendem Sonnenschein aufs Fahrrad geschwungen. Das war übrigens auch eine kleine, bewusste Vorsichtsmaßnahme meinerseits, um bloß nicht den ganzen Laden leerzukaufen!
Ankunft & erster Eindruck: Warten auf Mario
Der Pop-Up Store befindet sich in der ehemaligen Verkaufsfläche von Maison du Monde, strategisch gut gelegen direkt zwischen Decathlon und Jolifin. Trotz meines vorab gebuchten Zeitfensters musste ich noch rund 15 Minuten warten, da neue Leute erst in den Store gelassen wurden, wenn andere ihn verließen, eine maximale Aufenthaltsdauer gab es scheinbar nicht.

Schon vor dem Laden stieg die Vorfreude, denn man wurde von zwei Animateuren in fantastischen Mario- und Luigi-Kostümen begrüßt. Außerdem gab es 100 Platin-Punkte extra. Ein Foto mit Mario und Luigi war für mich eigentlich fest eingeplant, doch genau in dem Moment, als ich an der Reihe gewesen wäre, durfte ich endlich den Laden betreten. Drinnen erwartete mich dann ein sehr cleaner, komplett in Weiß gehaltener Raum. Wer aufwändige Deko, coole Themen-Welten oder Fotospots im Inneren gehofft hat, wird leider enttäuscht.
Das Sortiment: Viel Exklusives, aber spürbare Lücken
Das Kernstück des Stores ist logischerweise das Merchandise. Ein großer Fokus liegt auf T-Shirts (Erwachsene für 29,99 €, Kindergrößen für 24,99 €) sowie einer riesigen Auswahl an Kuscheltieren in diversen Größen. Hinzu kommen schicke Sammelfiguren, die mit 44,99 € pro Stück allerdings auch etwas zu teuer wirken, sowie allerlei Kleinkram wie Tassen, Notizblöcke und Schlüsselanhänger.
Ein paar Wermutstropfen gibt es für mich bei der Kleidung. Die T-Shirts gehen zwar eigentlich bis Größe XXL, allerdings waren die Bestände am Freitag schon extrem ausgedünnt, sodass überwiegend nur noch XS bis L und vereinzelt XL verfügbar waren. Zudem gibt es keine Umkleidekabinen, um die Sachen anzuprobieren. XXL dürfte für mich aber dann doch viel zu klein ausfallen, zumindest wenn ich mir anschaue, wie klein ein XL Shirt ausgefallen ist.
Was mich als Sammler aber am meisten gestört hat war, dass man zwar coole Sachen wie eigentlich exklusive Shirts aus den Nintendo Stores in Osaka und Tokyo bekommt, aber kein einziges Kleidungsstück, das den Aufdruck des deutschen Pop-Up Stores trägt. Hier gibt es als exklusives Andenken lediglich eine Stoff- und eine Polyester-Tragetasche. Und wer auf schickes Pokémon-Merch hofft, sucht leider komplett vergebens, das Franchise fehlt im Sortiment gänzlich. Ebenso wie F-Zero, Wave Race, Mario Kart, Smash Bros., usw. Wirklich außergewöhnliche Sammlerstücke sucht man abseits der Plüschtiere und Pikmin Vasen fast vergebens.
Meine Ausbeute

Richtig angetan hatte es mir das MyMario Holzbauklötze-Set. Die große Variante war mir mit satten 134,99 € dann aber doch zu heftig, also habe ich mich für das kleinere Set für 24,99 € entschieden. Immer noch kein Schnäppchen, aber ich finde dieses Kleinkinderspielzeug als Deko irgendwie cool. Dazu gesellte sich ein Kirby-Stofftier für 15,99 €, auch wenn mein favorisiertes Kirby-Design leider schon vergriffen war. Zusammen mit den beiden exklusiven Pop-Up Store Germany Taschen habe ich am Ende knapp 60 € im Store gelassen.
Action vor Ort? Leider Fehlanzeige
Wer hofft, im Store selbst Hand anlegen zu können, wird leider enttäuscht. Es gibt keinerlei Anspielstationen. Stattdessen findet man lediglich eine Vitrine, in der ein paar Spiele, Amiibos, Zubehör und sogar die Nintendo Switch 2 ausgestellt sind. Kaufen oder ausprobieren kann man die Hardware dort allerdings nicht.
Nach nur rund 20 Minuten war ich schon wieder draußen. Ich muss zugeben, dass ich ein wenig enttäuscht bin. Ich hätte mir einfach mehr Auswahl, besser gefüllte Bestände und vor allem deutlich mehr „Flair“ gewünscht. Wer noch den alten Nintendo Flagship Store im Karstadt Dortmund kannte oder Bilder von den gigantischen Stores aus Japan und den USA im Kopf hat, muss seine Erwartungen hier deutlich herunterschrauben. Es ist und bleibt eben „nur“ ein zeitlich begrenzter, recht minimalistischer Pop-Up Store.
Lohnt sich der Ausflug?
Lohnt sich der Besuch also? Hardcore-Fans aus Bochum und dem restlichen Ruhrgebiet werden definitiv das ein oder andere coole Stück finden und sei es nur ein riesiger Yoshi, ein 1-UP-Pilz oder ein schickes Shirt, das es sonst nur in Japan zum Teil aber auch im Nintendo Online Store gibt. Allen anderen würde ich raten, sich genau zu überlegen, ob die reine Anreise für den Store Sinn macht. Am besten verbindet man den Besuch direkt mit einem ausgiebigen Shopping-Tag im Ruhr Park, einem Besuch im UCI, der nahegelegenen Meditherme oder anderen Aktivitäten in der Gegend.
Ich werde kommende Woche auf jeden Fall noch einmal vorbeischauen und prüfen, ob die vergriffenen Artikel wieder aufgestockt wurden. Denn ab dem 23. März entfällt die Ticketpflicht, sodass man sich einfach, mit entsprechender Wartezeit, in die reguläre Schlange stellen kann. Geöffnet hat der Store immer Montags bis Samstags 10:00 bis 20:00 Uhr (außer an Feiertagen).




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